Endoskopie | Kleintierzentrum Iffezheim

Unsere Ansprechpartnerin

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Ihre Ansprechpartnerin und Spezialistin für Endoskopie und Innere Medizin:
Dr. Jennifer Kempf
(zertifizierte Spezialistin der Inneren Medizin - Diplomate ACVIM)
Terminsprechstunde:
Mo. - Fr. 8.00 - 19.00
Sa. 10.00 Uhr - 13.00 Uhr
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Sa./So. 09.00 - 18.00 Uhr
Tierarzt
Seit 20 Jahren stehen wir für kompetente und seriöse Tiermedizin im Bereich Rastatt, Baden-Baden, Karlsruhe und dem angrenzenden Elsass.
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Kontakt

Kleintierzentrum Iffezheim
An der Rennbahn 16a
76473 Iffezheim
Tel. 0049 7229 185980
mail. info@kt-iffezheim.de
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Der Blick durchs Schlüsselloch

Die endoskopische Untersuchung (Spiegelung) ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Abklärung von Erkrankungen des Atmungstraktes, Verdauungstraktes sowie der Harnwege bei Kleintieren. Dabei werden mit geeigneten starren sowie flexiblen optischen Systemen (Endoskope) die betreffenden Organe von innen untersucht. Dieses ermöglicht zum einen die direkte optische Beurteilung der Schleimhaut/des Gewebes, zum anderen kann man gezielt Proben von veränderten Stellen zur weiteren Analyse gewinnen.
In der Humanmedizin können manche Endoskopien am wachen oder leicht sedierten Patienten durchgeführt werden. In der Tiermedizin ist dies leider nicht möglich, da die Untersuchungen sowohl mein Menschen als auch beim Tier als unangenehm empfunden werden; im Gegensatz zum Menschen, kann man dem Tier jedoch zuvor nicht erklären was der Zeck der Untersuchung ist und dass man still da liegen muss. Somit würden nachvollziehbare Abwehrbewegungen der Tiere eine Untersuchung unmöglich machen und ein hohes Stresspotential darstellen. Aus diesem Grund werden die Endoskopien in Vollnarkose durchgeführt. Die Dauer der Narkose ist abhängig von dem Eingriff und dem Aufwand/der Schwierigkeit der Probeentnahme.
Vor jeder Endoskopie werden die nötigen Voruntersuchungen durchgeführt, die für die Diagnosestellung und die Narkosefähigkeit wichtig sind. Diese beinhalten Basisuntersuchungen wie Blut-/Urintests oder in spezielleren Fällen Ultraschall, Röntgenbildern oder sogar eine Computertomographie. Dies muss von Patient zu Patient in einem gemeinsamen Gespräch mit Ihnen im Vorfeld entschieden werden.

Video: Endoskopie des Magens mit Probenentnahme

Rhinoskopie

Einsatzgebiete: Niesen, Nasenausfluss, Nasenbluten, nasale Atemgeräusche, von außen sichtbare Deformationen sowie das Rückwärtsniesen.

Bei dieser Endoskopie gelingt es häufig Fremdkörper, chronische Entzündungen, Tumoren oder Pilzinfektionen in den Nasenhöhlen und dem Rachenbereich zu erkennen und im Falle des Fremdkörpers das Problem direkt und minimal invasiv zu beheben. Beim Verdacht auf entzündliche oder tumoröse Veränderungen können Gewebeproben direkt genommen werden. Bei der Rhinoskopie kommen je nach Tiergröße und Lokalisation des Problems flexible und/oder starre Endoskope zum Einsatz. Hierbei verfügt unsere Klinik glücklicherweise über außergewöhnlich viele unterschiedliche Endoskope, die es uns ermöglichen ein gänzlich umfassendes Einsatzgebiet abzudecken.
Gerade bei der Rhinoskopie ist es in den meisten Fällen empfehlenswert in der gleichen Narkose unmittelbar vor der Endoskopie eine Computertomographie des Schädels durchzuführen. Nicht alle Bereiche sind mit dem Endoskop optisch zugänglich und somit im vollen Maße beurteilbar. Für welche Patienten dies gilt, besprechen wir selbstverständlich mit Ihnen im Vorfeld.

Tracheobronchoskopie

Einsatzgebiete: Husten, veränderte Atmung, Atemgeräusche, sowie der Verdacht auf einen Fremdkörper im Atmungstrakt.

In der Tracheobronchoskopie werden verschiedene Bereiche des Atmungstraktes beurteilt. Dieser beginnt beim Kehlkopf und führt über die Luftröhre in die unteren Atemwege (Bronchien, Bronchioli). Sie wird bei Hunden und Katzen vor allem mit dünnen flexiblen Endoskopen durchgeführt.
Bei solch einer Endoskopie kann man neben der optischen Beurteilung, die zum Beispiel entscheidende Informationen liefert ob die Luftröhre oder die Bronchien kollabiert sind, auch Proben für eine Zelldiagnostik und bakteriologische Untersuchung gewinnen. Dies ist nötig um zu wissen was für eine Erkrankung vorliegt, denn jede Erkrankung bedarf einer speziellen Therapie. Hierbei ist vor allem der Entzündungstyp (welche Zellen betroffen sind) entscheidend.

Endoskopie des Magen-Darm-Trakts

Einsatzgebiete: Fremdkörperverdacht, chronisches Erbrechen, chronischer Durchfall, schmerzhafter/veränderter Kotabsatz, anhaltender blutiger Kotabsatz, Gewichtsverlust, wiederkehrende Schmerzzustände im Bauchbereich, anhaltende Appetitlosigkeit ohne erkennbare Ursache.

Auch bei Spiegelungen des Verdauungstraktes ist es unumgänglich Gewebeproben aus verschiedenen Magen- und Darmabschnitten zu entnehmen. Eine reine Betrachtung der Organe reicht für eine Diagnosestellung bei entzündlichen oder tumorösen Veränderungen nicht aus. Die Untersuchungen von speziellen Darmabschnitten wie dem Ileum bedarf zusätzlich einer Expertise des Untersuchenden.
Verwendet werden lange flexible Endoskope. Als Vorbereitung auf die Spiegelung müssen die Tiere nüchtern gehalten werden. So dürfen bei einer Gastroduodenoskopie (Spiegelung des Magens und Dünndarms) die Tiere mindestens 12 Stunden nicht gefüttert werden; bei einer Kolonoskopie (Spiegelung des Dickdarmes) 36-48 Stunden. Begleitend zum Fasten werden die Tiere nach einem speziellen Schema abgeführt (mithilfe von Abführungsmitteln). Da die Abführung aufwendig und für den Besitzer schwierig durchzuführen ist und manuelle Spülungen des Enddarm beinhaltet, nehmen wir die Patienten häufig am Nachmittag vor dem Tag der Spiegelung stationär auf und führen die Endoskopie dann am Folgemorgen durch. Nur bei einem vollständig leeren und gesäuberten Darm ist es möglich die Schleimhaut zu beurteilen.

Bild rechts: Blick in den Dickdarm

Zystoskopie

Einsatzgebiete: Chronische Blasenentzündung, blutiger Urinabsatz, Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Urinabsatz, Trauma, Fehlbildungen und Tumore der Harnwege.

Auch der Harnapparat kann im Rahmen einer Zystoskopie (Blasenspiegelung) endoskopisch beurteilt werden. Beim Durchführen dieser Untersuchung werden auf dem Weg zur Harnblase die Vagina, die Harnröhrenöffnung und die Schleimhaut der Harnröhre untersucht. In der Harnblase betrachtet man die gesamte Harnblasenschleimhaut und die Harnleiterausgänge, die von der Nieren kommend in die Harnblase münden. Ein Vorteil bei dieser Methode ist ebenfalls die Möglichkeit einer Gewebeentnahme unter Sichtkontrolle. Diese Gewebeproben werden dann auf bestimmte Entzündungsformen oder auch auf Tumore untersucht. Zusätzlich kann man auf Bakterien testen, die sich in der Harnblasenschleimhaut festgesetzt haben.
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