DCM

Herzultraschall


identifiziert schon Frühstadien der DCM. Bitte wenden Sie sich an Dr. v. Magnis.

Prognose


Die Prognose ist abhängig von Rasse, Stadium und DCM Form.
Alle aufgeführten Massnahmen inklusive 24h EKG bieten wir in unserer Praxis an.

DCM


Eine genetisch bedingte Herzerkrankung die überwiegend große Hunderassen betrifft
Video links: Gesundes Herz
Video rechts: Herz mit DCM

Definition

Die DCM ist eine Erkrankung des Herzmuskels. Sie ist der zweithäufigste Grund für kongestives Herzversagen beim Hund. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einer Erweiterung der linken und manchmal auch rechten Kammer mit erniedrigter Auswurfleistung. Dies bedeutet, dass der Herzmuskel nicht mehr genug Kraft aufbringen kann um das Blut in die Peripherie zu pumpen.

Vorkommen

Meistens sind große und Riesenrassen betroffen. Typische Rassen sind Afghane, Cocker Spaniel, Dogge, Boxer, Dalmatiner, Neufundländer, Bernhardiner und Dobermann. Jedoch kann die Erkrankungen auch andere Rassen und Mischlinge betreffen. Rüden erkranken häufiger als Hündinnen und zeigen in der Regel einen aggressiveren Verlauf der Erkrankung.

Symptome

Nachdem Schäden zuerst nur auf der zellulären Ebene vorliegen und nicht zu erkennen sind, kann es in der subklinischen Phase zu Rhythmusstörungen und /oder Stauungserscheinungen kommen, die sich nach außen aber noch nicht bemerkbar machen. In der klinischen Phase der DCM bekommen die Hunde dann Symptome wie Leistungsschwäche, Husten, Atembeschwerden, Bauchwassersucht und Synkopen (kurz andauernde Bewusstlosigkeit).

Video über einen erkrankten Dobermann

Ursachen

Grundsätzlich unterschiedet man primäre von sekundären Ursachen der DCM. Zu den primären Ursachen gehören genetische Veränderungen, jedoch sind die Vererbungswege und die genauen Genloci noch nicht bekannt. Zu den sekundären Ursachen gehören Erkrankungen, in deren Folge es zu einer DCM kommen kann, die sich aber mit der Behandlung der Grundursache wieder bessern können. Hierzu gehören Carnitin/ und Taurinmangel, Proteinmangel, Endokrine Störungen wie Schildrüsenerkrankungen und entzündliche Erkrankungen wie z.B. Parvovirose, die zu einer Entzündung des Herzmuskels führen kann.
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Diagnose

Die Diagnose DCM wird durch eine Kombination aus klinischer Allgemeinuntersuchung, Röntgen, EKG und Echokardiografie gestellt. Während die Diagnose in der klinische Phase der Erkrankung recht schnell und einfach getroffen werden kann, ist die Diagnose in der subklinischen Phase manchmal aufwendiger. Hierbei eignet sich bei manchen Rassen, v.a. das 24h EKG. Hierbei wird ein kleines EKG per Verband am Hund befestigt und dieses verbleibt dort für 24h. Die Herzaktion wird in dieser Zeit aufgezeichnet und auf SD Karte gespeichert. Am darauffolgenden Tag kann die Karte dann per Computer ausgelesen werden. Vor allem bei Dobermann und Boxer ist diese Art der Frühdiagnose am besten dafür geeignet die Erkrankung zu erkennen. Bei Verdacht auf eine sekundäre DCM können entsprechende Blutanaylsen, wie z.B. Messung des Schilddrüsenhormons durchgeführt werden.
Labormarker die auf Schäden des Herzmuskels hindeuten, wie cTroponin I und nt-ProBNP können als zusätzliche Information hinzugezogen werden, jedoch sind sie alleine nicht dafür geeignet die Diagnose der DCM zu stellen. Es kommen viele andere Herzerkrankungen in Betracht die zu einer Erhöhung der Blutwerte führen können und auch bei manchen gesunden Hunden sind diese Werte hoch.

Behandlung

Die Therapie in der subklinischen Phase zielt darauf ab die klinische Phase, in der der Hund Symptome bekommt, möglichst lange hinauszuzögern. In der PROTECT Studie konnte gezeigt werden, dass Dobermänner, die bereits in der subklinischen Phase der Erkrankung mit Pimobendan behandelt wurden deutlich gegenüber denen profitierten, die erst in der klinischen Phase behandelt wurden. Man geht davon aus, dass dies auch für die anderen Rassen und Mischlinge gilt. In der klinischen Phase der Erkrankung kommen Entwässerungsmittel wie Furosemid, ACE-Hemmer und Aldosteronantagonisten wie Spironolacton zum Einsatz. Arrhythmien werden durch verschiedene Medikamente, wie z.B. Sotalol, Digoxin oder Diltiazem behandelt. Unterstützend kann Magnesium und Omega 3- Fettsäuren zugefüttert werden.
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