Anämie

Symptome

Schwäche, Appetitlosigkeit
Blasse/gelbe Schleimhäute
Verfärbung des Urins
Fieber
Selten Erbrechen und Durchfall
Selten Einblutungen in der Haut

Behandlung

Immunsuppressiva
Gezielte Behandlung gegen die Erreger
Thromboseprophylaxe

Diagnose

Blutuntersuchung
Mikroskopischer Blutausstrich
Erregernachweis

Häufigkeit

Beim Hund ist die immunvermittelte Anämie die häufigste Form der Anämie, bei der Katze hingegen wird sie seltener diagnostiziert bzw. beschrieben. Eine Geschlechts- oder Rasseprädisposition ist nicht bekannt. Sehr häufig sind die erkrankten Tiere im jungen bis mittleren Alter.

Wodurch wir die Immunreaktion verursacht?

Hunde nehmen den Wurm auf, in dem sie infizierte Schnecken (selten auch Frösche) fressen, die an Grashalmen sitzen. Dass der Hund diesen Zwischenwirt gefressen hat, bleibt für uns Menschen unbemerkt. Die Wurmlarve, die sich in den Schnecken befindet, wird in den Magendarmtrakt des Hundes abgeschluckt und gelangt dann im weiteren Verlauf nach einer Reise durch den Körper in die rechte Herzkammer und die Lungengefäße. Diese Eigenschaft führte auch zu dem Namen „Französischer Herzwurm“. In den Lungengefäßen kann sich der Parasit weiterentwickeln und vermehren. Die Larven werden von dem Hund in die Maulhöhle hochgehustet, abgeschluckt und gelangen somit wieder in den Magendarmtrakt und werden im Kot ausgeschieden.

Behandlung und Prognose

Nach einer erfolgreichen Stabilisierung, die mit einem stationären Aufenthalt verbunden war, folgte die Langzeittherapie mit einem Immunsuppressivum zuhause. Da alle Medikamente Nebenwirkungen haben und es auch immer wieder zu Krankheitsrückfällen kommen kann, sind regelmäßige Kontrollen bei dieser Erkrankung nötig, um die Dosis der Medikamente anzupassen. Erfreulicherweise blieben Hanks Werte bis jetzt stabil und die Dosis konnte immer wieder reduziert werden. Hanks Beispiel und viele andere Patienten zeigen uns, dass sich die intensive Behandlung in der Klinik und die gewissenhafte Betreuung durch die Besitzer zuhause lohnen.


„Hank“

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Diagnostik

Tests auf Erreger ergaben negative Ergebnisse und es wurde die Diagnose immunmediierte hämolytische Anämie gestellt.

Unsere Ansprechpartnerin

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Ihr Ansprechpartner für Rückfragen speziell zu diesem Thema, oder zu Themen der Inneren Medizin im Allgemeinen:
Dr. Jennifer Kempf
(zertifizierte Spezialistin der Inneren Medizin - Diplomate ACVIM)
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